Sonntag, 27. März 2011
Virales Marketing fürs Geld Verdienen und der gute Geschmack?!
Folgende Geschichte, die ich lustig finde, aber auch zum Nachdenken anregt:
Wer kennt es nicht, da menschengroße Hühnchen, das durch Fußgängerzonen läuft und ein Produkt bewirbt!?
Dieses Marketingkonzep stammt - wie soll es ander sein - aus Amerika. Hier wurde das bekannte Konzept kürzlich wieder aufgegriffen und entwickelt nämlich als das Kostümfedervieh die Hühnchen-Burger der Burger King-kette bewarb. Die Werbeagentur "Crispin Porter and Bogusky" der Barbarian Group entwickelte so eine virale Marketing-Promotion.
Die Kampagne basiert auf einer Website mit einer Person in einem Huhn-Kostüm. Der Schauspieler führt auf Eingabe des Benutzers hin eine breite Palette von Handlungen aus, das Ganze basierte auf aufgezeichnetem Filmmaterial, wirkte aber wie ein Interaktion per Webcam. Auf diese Weise wurde der Werbeslogan transportiert “Get chicken just the way you like it”, also frei übersetzt "Hol dir das Hühnchen genau wie du willst ".
Erstaunlich ist die Anzahl der Befehle, auf die das Huhn reagierte, nämlich insgesamt über hundert. U.a.:
· Der Michael Jackson-Moonwalk
· River-Dance
· Elefantenbewegungen
· Ein Ei legen (wie langweilig)
· Walk like an Egyptian
· Yoga
· Zornesausbruch (kein Wunder)
Wer denkt, das sei Tierquälerei, dem sei gesagt, dass das Hühnchen nicht ganz sklavisch programmiert war. Auf obszöne Aufforderungen hin beispielsweise, wie das Ausführen sexueller Handlungen oder auch den Befehl, seine Maske abzunehmen, ging das Huhn an die Kamera und hielt dem voyeuristischen Betrachter den Hühnermittelfinger hin. Wenn es aufgerfordert wurde Lebensmittel rivalisierender Fast Food Läden wie McDonald's zu essen, legte es seinen Finger in den Hals, aber wenn es hieß "Geh bei Burger King essen" fiel die Antwort positiver aus.
Etwas überraschend ist es wohl, dass das Huhn bei Drogen ebenfalls distinguiert reagiert: Bei "Smoke Crack" fing es brav das Rauchen an, bei "Rauche einen Bong" wackelte es scheltend mit dem Hühnerfinger.
Wie gesagt, wurde die Burger King's Chicken-Kampagne erst kürzlich eingeführt und es zeigt, dass es scheinbar kein Ende bei den Variationen für das Thema Burger King gibt. Die Kette erntete auch viel Kritik für "das unterwürfige Huhn", aber nicht nur für Burger King bedeutet auch schlechte Werbung letztendes Werbung.
Dieses kleine Beispiel fand ich ganz anschaulich dafür, dass eine virale Kampagne nicht immer von gutem Geschmack zeugen muss um erfolgreich zu sein. Wer es Burger King nachmachen will, soll sich keinen Zwang antun, jeder soll seinen Weg finden, in welchem Maß auch immer von Moral und Skrupel geleitet.
Der Kernsatz aber lautet: Mach, dass sie drüber sprechen, dann hast du einen Weg für viele Besucher geebnet.
Viel Spaß bis zum nächsten Blog
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